Kirchen-Stadtplan neu
Am Freitag vor Pfingsten wurde der neue Kirchen-Stadtplan vorgestellt. Gegenüber der ersten Auflage vom Herbst 2005 wurde er umfassend aktualisiert und um einige neue Elemente ergänzt. Die Neuauflage ist schon daran zu erkennen, dass auf dem Titelbild über der Krypta auch die Türme der drei großen Kirchen der Innenstadt zu sehen sind: Münster, Stephanskirche und Lutherkirche (fotografiert vom Dach der IHK). Der Plan hat jetzt im Untertitel die Nachbarorte Allensbach, Reichenau und Kreuzlingen, die schon bisher drin waren – mit dieser Auflage ist auch gleich äußerlich zu erkennen, dass er nicht nur für die Stadt Konstanz gilt.
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Die ACK zur Papst-Gaukler-Figur im Konstanzer Bahnhof
Zu der umstrittenen „Papst-Figur“ im Raum der Touristinformation im Konstanzer Bahnhof hat die ACK in ihrer Mai-Sitzung diskutiert und eine Stellungnahme abgegeben, mit der sie zu Toleranz und Gelassenheit mit dem provokativen Kunstwerk rät. Die Erklärung wurde im SÜDKURIER vom 21. Mai ausführlich wiedergegeben:
>>Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Konstanz (ACK) spricht sich nach einer Sitzung prinzipiell für den Verbleib der Figur aus. ACK-Vorsitzender Pfarrer Holger Müller erhofft sich vor allem eine differenziertere Diskussion: „Es gab in diesem offiziellen Gremium unserer Mitgliedskirchen keine grundsätzliche Ablehnung, sondern den Wunsch nach transparenter, aufklärender Präsentation.“ Er stört sich daran, dass die Gegner der Lenk-Figur bislang pauschal als „kirchliche Kreise“ bezeichnet worden seien. Er hat im Namen der ACK an Norbert Henneberger, Geschäftsführer der Tourist Information (TIK), geschrieben. Holger Müller verweist auf ein breites Meinungsspektrum bei der Debatte in der ACK-Sitzung: „Es wurde einerseits die Befürchtung vertreten, dass durch die Figur – mangels Kenntnis der Materie – religiöse Gefühle verletzt werden könnten; andererseits wurde sehr viel Wert auf die künstlerische Freiheit und das berechtigte gesellschaftskritische Anliegen des Künstlers gelegt.“ Das von der TIK geplante Bild der Imperia als Hintergrund für die Figur sei daher als Deutungshilfe zu begrüßen.
Nötig seien zudem eine Infotafel und Faltblätter mit allen Informationen. Er empfiehlt dem TIK-Chef, sich dem Dialog zu stellen „und sich keiner noch so gut gemeinten grundsätzlichen Kritik einfach zu beugen“. Norbert Henneberger gab sich allerdings sehr einsilbig und verwies einmal mehr auf seinen Beschluss, die Figur wieder zu entfernen.
Der Beschluss könne sich als größerer Skandal erweisen als die Figur selbst und damit der Stadt Schaden zufügen, sagte Holger Müller zum SÜDKURIER. Die Diskussion in der ACK-Sitzung sei sehr offen und kontrovers verlaufen. Es könnten schließlich durchaus religiöse Gefühle verletzt werden. Vielen Passanten fehle aber der inhaltliche Bezug zum Konstanzer Konzil und zur Imperia. „Die Ausgliederung dieser Einzelfigur hilft, das Gesamtkunstwerk mehr Menschen zugänglich zu machen“, sagte Müller. Es sei legitim, selbstkritisch den Umgang mit der Kirchengeschichte zu hinterfragen. Er sieht die Figur im Bahnhof daher als Chance, die Zusammenhänge klarer zu machen. Der ACK-Vorsitzende plädiert vor allem für eine offene Diskussion.“<<
Nacht der offenen Kirchen
Freitag, 8.10.2010, ca. 18 - 24 Uhr
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