Buchempfehlung

Wir machen Sie, liebe Besucherinnen und Besucher unserer Website, auf eine bedeutende Neuerscheinung aufmerksam, die in besonderer Weise in unsere Zeit spricht und die ökumenische Friedensarbeit bereichert:

Joris Vercammen: An den Frieden glauben – Überlegungen zu Glaube, Gewalt und Frieden
Herausgegeben von Prof. em. Dr. Franz Segbers

Der emeritierte alt-katholische Erzbischof von Utrecht, Dr. Joris Vercammen legt in diesem Buch eine theologisch fundierte und zugleich spirituell, aus dem persönlichen Glauben bewegende Reflexion über die Herausforderungen unserer Zeit vor. Angesichts von Krieg, Gewalt, Flucht und gesellschaftlichen Spannungen fragt er, wie christlicher Glaube Orientierung geben kann, ohne sich in einfachen Antworten zu verlieren.

Das Werk lädt dazu ein, Frieden nicht nur als weltpolitische Aufgabe zu begreifen, sondern als eine Haltung, die im eigenen Herzen beginnt – im respektvollen Umgang miteinander, im Dialog und in der Bereitschaft zur Versöhnung.

Für die ökumenische Gemeinschaft der ACK ist dieses Buch ein wertvoller Impulsgeber. Es öffnet Räume für das Gespräch zwischen den Kirchen und ermutigt dazu, gemeinsam Zeugnis für Frieden, Gerechtigkeit und Menschlichkeit abzulegen.

Wir empfehlen die Lektüre allen, die sich in Kirche, Theologie, Sozialethik und Friedensarbeit engagieren – und allen, die in einer unruhigen Welt neu nach Wegen des Glaubens und des Friedens suchen.

Weitere Informationen zum Buch sowie bibliographische Angaben:

An den Frieden glauben

Redaktion „edition pace“

Joris Vercammen: An den Frieden glauben. Überlegungen zu Glaube, Gewalt und Frieden. Geleit- und Nachwort von Franz Segbers. (= edition pace, Bd. 40). Hamburg: BoD 2025. (ISBN: 978-3-6951-4253-8; Paperback; 176 Seiten; 9,99 Euro).
https://buchshop.bod.de/an-den-frieden-glauben-joris-vercammen-9783695142538

Das privilegierte deutsche Kirchentum dieser Tage tritt öffentlich vor allem mit staatstragenden und militärfreundlichen Voten in Erscheinung. Derweil vermeldet die Redaktion der Reihe „edition pace“ mit Dankbarkeit, dass soeben die Übersetzung des niederländischen Werkes „Geloof in vrede“ erschienen ist. Sie erschließt einen bemerkenswerten Beitrag zu kirchlichen Friedensdiskursen auch für die deutschsprachige Leserschaft. „In diesem Buch entfaltet der alt-katholische Erzbischof em. Joris Vercammen von Utrecht einen Ansatz, der an die Wurzel von Unfrieden und Gewalt geht.“ (Franz Segbers)
Wie bewahren wir die Perspektive des Friedens in Zeiten des Krieges? Der Traum vom Frieden darf nicht im Meer der Gewaltnachrichten untergehen. Kirchen und Christen müssen sich Gehör verschaffen. Doch wie ist das möglich? Sie müssen ihre Friedensmission aktiv aufnehmen. Umso mehr, als gerade die Religion – wenn auch nicht nur die christliche – in manchen Konflikten eine fragwürdige Rolle zu spielen scheint. Sollte nicht die Religion selbst entwaffnet werden? Aber wie funktioniert das? Und welche Rolle spielen die Gläubigen und ihre Gemeinden?
Wie in einem pastoralen Gespräch werden all diese Fragen in dem hier vorgelegten Buch behandelt. Erkenntnisse aus der Anthropologie, Philosophie und Theologie ermöglichen einen kritischen Blick. Quellen der Inspiration inmitten einer komplexen politischen Realität sind sowohl die Kirchenväter der ersten Jahrhunderte als auch Menschen, die sich im 20. Jahrhundert für den Frieden eingesetzt haben, wie der Lutheraner und UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld, der Trappistenmönch Thomas Merton und der Hindu Mahatma Gandhi. Frieden ist eine spirituelle Angelegenheit. Gläubige und Nichtgläubige können in diesem Buch Wegweisung hin zum Frieden finden.

Die sechszehn Kapitel des Buches | 1. Waffenklirren – 2.Notfallausrüstungen – 3. Sehnsucht nach Frieden – 4. Religion und Gewalt – 5. Religionskriege – 6. Ist Krieg zu rechtfertigen? – 7. Pazifismus in der Alten Kirche – 8. Was ist Friede? – 9. Friede als Auftrag – 10. Baumeister des Friedens: Dag Hammarskjöld – 11. Entwaffnung der Religion – 12. Entwaffnende Transzendenz – 13. In Gott gibt es keine Gewalt – 14. Befreit von Gewalt: Thomas Merton – 15. Gibt es noch Hoffnung? – 16. Menschen des Friedens.

Bestellungen im Buchhandel oder unter:

Digitalversion: https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015525.html

Der Autor | Joris Vercammen (geb. 1952) studierte Erziehungswissenschaften an der Katholischen Universität Löwen und Theologie am Theologischen und Pastoralen Zentrum in Antwerpen sowie an der Katholischen Universität Löwen, Institut Lumen Vitae, in Brüssel. 1997 promovierte er in Praktischer Theologie an der Katholisch-Theologischen Universität in Utrecht. 1979 wurde er zum Priester geweiht und arbeitete zunächst in der Jugendseelsorge der römisch-katholischen Diözese Antwerpen. Im Jahr 1988 wechselte er in die altkatholische Erzdiözese Utrecht, wo er sowohl in der Grundseelsorge, in der Begleitung von Gemeinden als auch in der theologischen Ausbildung (Praktische Theologie und Ekklesiologie) tätig war. Im Jahr 2000 wurde er zum 83. Erzbischof von Utrecht gewählt, ein Amt, das er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2020 innehatte. Von 2006 bis 2022 war er Mitglied des Zentralausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen. Zu seinen früheren Veröffentlichungen gehören u.a.: „Oud- en Nieuw-Katholiek. De spirituele zoektocht van die andere katholieken“ (2012) und „Om de Menswording. Praktische-theologische bijdragen aan het oud-katholieke denken over de kerk“ (2022).

Der Herausgeber | Franz Segbers (geb. 1949), Dr. theol., em. Prof. für Sozialethik am Fachbereich evangelische Theologie, Universität Marburg, alt-katholischer Theologe.

Digital können Sie das Buch vollständig herunterladen unter dem obigen Link.

Gerade jetzt in der Adventszeit sind wir eingeladen, innezuhalten und in unserem Innersten zu schauen, wie wir den Frieden in uns selbst gestalten können. Frieden beginnt nicht erst im Großen, in Politik oder Gesellschaft, sondern in der Haltung unseres eigenen Herzens: im Zuhören, im Wahrnehmen des anderen, im geduldigen Umgang miteinander und in der Bereitschaft zur Versöhnung.